Feucht-fröhliche Botschaften aus Irland und Britanniens Norden

 

erschienen in: Saarbrücker Zeitung vom 17.12.2007 (Lokales) von Stefan Uhrmacher

 

Seldom Sober zeigten sich bei Konzert im Jägersfreuder Gasthaus Holzhauser als versierte Folk-Musikanten

Jägersfreude. Im Laufe des Jahres hat sich das Gasthaus Holzhauser zur wichtigen Live-Adresse zwischen Folk und Blues gemausert, für lokale Stars ebenso wie für Gäste von außerhalb.
Und wie weit ist die Renovierung des rustikalen Ambientes im Jägersfreuder Traditionslokal gediehen? Wirt Hans-Joachim „Ecki“ Eckstein hat erste Schritte unternommen: So werden Künstler und Publikum seit einiger Zeit von einer recht stattlichen neuen Lichtanlage beschienen, ein guter Anfang. Weiter auf diesem Weg, kann man Ecki da nur empfehlen, der am Freitag die saarländische Band Seldom Sober eingeladen hatte. Der Name (zu deutsch „Selten nüchtern“) ließ den Musikstil erahnen: Folk aus Irland und Schottland.
Aus eigener Anschauung wussten Seldom Sober denn auch zu berichten, dass auf den Whisky-geschwängerten nordbritischen Inseln so ziemlich jeder ab 50 eine rote Nase habe. Wie das Septett die Jigs, Reels und Songs spielte, machte aber auch in nüchternem Zustand Freude. Die Band marschierte auf gemeinsamem Atem, der Sound mit Flöte, Geige, Mandoline, Dudelsack, Gitarre, Bass und Perkussion erreichte Breitwandformat. Die Sangesleute Eva Edlinger (warme Stimme) und Wolfgang Schumann (auch Western-Gitarre) verrieten nicht nur Wissenswertes zu den teils uralten Liedern, die unter anderem von den Schönheiten der irischen Landschaft und holden Weiblichkeit kündeten, sondern amüsierten auch durch Frotzeleien in der Band. uhr