Seldom Sober zauberte Flair der grünen Insel ins Gasthaus Bäcker

 

erschienen in: Saarbrücker Zeitung (Lokales) vom 06. November 2007, Verfasser: EJACOBI

 

Irish-Folk-Gruppe begeisterte mit Balladen sowie Trink- und Liebesliedern in Wustweiler und erzählte von persönlichen Erlebnissen

Die Gruppe Seldom Sober wurde 1997 aus der Taufe gehoben und hat sich seitdem mit keltischer Musik aus Irland einen Namen machen können. Jetzt hatte sie zum Konzert „Irischer Herbst“ nach Wustweiler eingeladen.

Wustweiler . Das Gasthaus Bäcker hat sich in der Region als Kleinkunstbühne etabliert. Gerade gastierte die Irish Folk Gruppe Seldom Sober zum wiederholten Mal „in der gemütlichen und intimen Atmosphäre“, wie es die Sängerin Eva Edlinger ausdrückte. Die sieben saarländischen Musiker luden zum „Irischen Herbst“ ein und entführten mit ihren Balladen, Trink- und Liebesliedern sowie ihren Tanzstücken auf die Grüne Insel und nach Schottland. Gitarrist und Sänger Wolfgang Schumann moderierte zusammen mit Eva Edlinger die gut besuchte Veranstaltung. Sie vermittelten dem Publikum Wissenswertes über Land und Leute und gaben persönliche Erlebnisse zum Besten.

Außer den Moderatoren gehören zu der munteren Truppe Regina Steffen (Mandoline, Gesang), Rudi Schömann (Tin Whistle, Querflöte und irischer Dudelsack), Ulrich Leibrock (Geige), Roland Schmitt (Bass) und Sven Biehl (Percussion). An der Technik werden sie unterstützt von Helmut Gruhn junior.

Die Mitglieder von Seldom Sober verbindet die Liebe zur irischen Kultur. Gemeinsam haben sie sich ein großes Repertoire keltischer Musik erarbeitet. Entstanden ist die Band 1997 durch eine einmal im Monat stattfindende Session im Landgasthaus Felsenmühle in St. Wendel. „Seldom Sober“ heißt auf Deutsch „selten nüchtern“. Der Name ist einem bekannten irischen Traditional entnommen „I'm a rover and seldom sober“. Das Repertoire reicht von traditioneller irischer Musik bis hin zum modernen zeitgenössischen Folk. „Viele Lieder haben wir aus Irland mitgebracht“, informierte Bassgitarrist Roland Schmitt. „In unseren Songs geht es um Liebe, Tod, Schmerz und Whiskey“, fasste er zusammen.

Eva Edlinger verzauberte die Zuhörer mit ihrer klaren, voluminösen Stimme. Geiger Ulrich Leibrock und Flötist Rudi Schömann sind Profimusiker. Schumann hat viele Titel in der Dadgad-Stimmung (eine für irische Musik typische Art der Begleitung) arrangiert. Nach dem Debütalbum „The Smell of Turf“ ist zurzeit die zweite CD von Seldom Sober in Arbeit. Sie wird den Titel tragen „Cottage beside Loch Tay“. Das gleichnamige Stück stammt von Wolfgang Schumann und beschreibt ein Häuschen, in dem er seine Ferien verbracht hat. Sowohl bei den temporeichen Jigs und Reels als auch bei den gefühlvollen Balladen spendete das Publikum begeisterten Applaus. ets

Nächste Auftritte : 10. November, St. Wendel, 20 Uhr, Irish Pub Roundabout; 16. November ab 20 Uhr mit dem Shamrock Duo in Eppelborn im Big Eppel.